InfoNews27.09.2016 - Medikationsplan

Medikationsplan

27.09.2016

Ab dem vierten Quartal 2016 haben GKV-Patienten mit mindestens drei verordnungspflichtigen Wirkstoffen einen Rechtsanspruch auf die Erstellung des neuen, „bundeseinheitlichen Medikationsplans“ (BMP), auch „eMedikationsplan“  genannt. (Jeder an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Arzt ist nach § 31a SGB V verpflichtet, bei der Verordnung eines Arzneimittels den Versicherten über diesen Anspruch zu informieren.) Ziel ist es, Patienten bei der Einnahme ihrer Medikamente zu unterstützen und so die Therapiesicherheit zu erhöhen. Dank seiner einheitlichen Form können sich Patienten schnell im Medikationsplan zurechtfinden.

Die gute Nachricht für medatixx-Kunden: Die Umsetzung des BMP in ihrer Praxissoftware ist nicht mit Zusatzkosten verbunden, sondern selbstverständlich im Rahmen ihres Softwarepflegevertrags enthalten.

Wann stellt medatixx den bundeseinheitlichen Medikationsplan zur Verfügung?
Die Verwaltung von Fremd- und Eigenverordnungen und die Vielzahl von individuellen Konfigurationsmöglichkeiten für den bundeseinheitlichen Medikationsplan erfordern eine tiefe Integration in den Ablauf des Verordnungsprozesses. Diese komplexen Funktionen wird medatixx Ende 2016 mit dem Quartalsupdate 17.1 zur Verfügung stellen. 

Was kostet der neue bundeseinheitliche Medikationsplan in der Praxissoftware von medatixx?
Im Rahmen desSoftwarepflegevertrages entstehen für medatixx-Kunden keine zusätzlichen Kosten.

In welchen medatixx-Systemen wird der bundeseinheitliche Medikationsplan umgesetzt?
Der bundesweite Medikationsplan wird in allen Praxissoftwarelösungen – medatixx, x.comfort, x.concept und x.isynet - umgesetzt.

Wie können Medikationspläne bis zur Umsetzung des BMP in einer Praxissoftwarelösung von medatixx erstellt werden?
Für die Anbieter von Praxissoftware gilt eine Übergangsphase zur Umsetzung des BMP bis 31. März 2017. Laut der „Vereinbarung eines bundeseinheitlichen Medikationsplans – BMP“ können bestehende Verordnungspläne in der Übergangsphase verwendet werden.
Vgl. hierzu auch www.kbv.de/media/sp/Medikationsplan.pdf

Was ist neu am bundeseinheitlichen Medikationsplan?
Neu am BMP  ist vor allem sein erklärtes  Ziel,  dass  dieser  Plan  gemeinsam  von  allen  Verordnern  gepflegt  werden  soll. Der Patient erhält künftig vom jeweils letzten Behandler einen einzigen Plan, auf dem alle seine Medikamente – gleich, wer sie verordnet hat – aufgeführt  sind.  Dazu  übernehmen Ärzte  bei  Ankunft des  Patienten  dessen  Plan  in  ihre  Praxissoftware (manuell oder mittels eines Barcodescanners),  ergänzen diesen  und  drucken ihn aktualisiert  wieder  aus.  Auch  Apotheken sollen den BMP aktualisieren können. Möglich macht die gemeinsame Medikationsplanpflege der aufgebrachte 2D-Barcode, in dem alle relevanten Informationen in digitalisierter  Form enthalten sind.

Welche Vorteile hat ein Barcodescanner?
Die Handhabung ist einfach und die Datenübernahme vom Vorbehandler ist sicher und komfortabel: Der Barcode kann einfach eingescannt werden, und so gelangen die Daten zuverlässig und komfortabel in die Praxissoftware.

Welche Barcodescanner eignen sich (optimal/am besten)?
Um das Zusammenspiel zwischen dem Barcodescanner und der Praxissoftware optimal zu gestalten, hat medatixx verschiedene Geräte auf leichte Handhabbarkeit sowie technische und softwareseitige Zuverlässigkeit getestet.  Im  Rahmen der geplanten Detailinformationen zur Auslieferung des BMP wird medatixx seinen Kunden ein Angebot für empfohlene Scanner unterbreiten.

Wie sieht die Vergütung beim bundeseinheitlichen Medikationsplan aus?
Die Vergütung erfolgt pauschal als Einzelleistung und über Zuschläge. Sie wird extrabudgetär und damit zu einem festen Preis gezahlt. Weitere Details entnehmen Sie bitte den Veröffentlichungen der KBV, zum Beispiel auf www.kbv.de/html/1150_24560.php.

Einen umfassenden Überblick zu gesetzlichen Vorgaben sowie Fragen und Antworten zum bundeseinheitlichen Medikationsplan bietet die Website der KBV: www.kbv.de/html/medikationsplan.php