InfoPresse18.06.2019 - medatixx: Pilotphase mit Vivy

medatixx startet in einer Pilotphase Integration der Vivy-Akte

18.06.2019

Zum Start der Pilotphase zur Integration elektronischer Gesundheitsakten in seine Softwarelösungen beginnt der Praxissoftwarehersteller medatixx mit der Akte von Vivy. Vivy ist einer der führenden Anbieter unter den digitalen Gesundheitsplattformen in Deutschland. „Wir verfolgen das Ziel, den Informationsaustausch zwischen der Praxissoftware und der digitalen Akte des Patienten einfach, einheitlich und sicher durchzuführen, damit den Aufwand für die Praxis möglichst klein zu halten und das Handling für unsere Anwender unabhängig vom jeweiligen Aktenanbieter zu standardisieren. Unsere Pilotphase wird uns helfen, die Anforderungen unserer Kunden hierzu noch besser zu verstehen und so die Entwicklung praxisnaher Lösungen sicherzustellen“, so medatixx-Geschäftsführer Jens Naumann.

Dafür entwickelt medatixx Aktenfunktionen, die tief in den Praxissoftwarelösungen integriert sind und alle heute und zukünftig am Markt verfügbaren Aktenlösungen auf gleiche Weise mit der Praxissoftware verknüpft. Alltägliche, bisher analog ablaufende Arbeitsprozesse werden mit den Zielen Verbindlichkeit, Transparenz, Praktikabilität und Aufwandsreduktion für Ärzte und Patienten digitalisiert. Naumann ergänzt: „Damit erlangen Patienten noch mehr und strukturierter denn je Hoheit über ihre Gesundheitsdaten. So verbessern sich die Möglichkeit ihrer aktiven Teilhabe an der Gesundheitsversorgung. Es entsteht eine noch nie dagewesene Transparenz, die durch die Digitalisierung überhaupt erst ermöglicht wird.”

Die Datenübertragung erfolgt über die Anwendung “KV-Connect Mobile” der KV-Telematik. So werden zum Beispiel eArztbriefe – sowohl Dokumente der ärztlichen Kommunikation als auch an den Patienten gerichtete Informationen - direkt aus der Praxissoftware sicher an das Smartphone des Patienten übermittelt. Über spezielle Funktionen im elektronischen Krankenblatt sieht der Arzt auf einen Blick, ob für den Patienten bereits eine Patientenakte mit der Praxissoftware verknüpft ist und kann diese per Mausklick befüllen. “Die Bereitstellung des Kommunikationskanals KV-Connect auch für den Datenaustausch mit mobilen Anwendungen ist ein sinnvoller neuer Geschäftsprozess innerhalb von KV-Connect. In Verbindung mit den zur Nutzung dieses Kanals notwendigen aktenspezifischen Funktionen in der Praxissoftware verfügen die Ärzte damit über einen sicheren Weg des Datenaustausches mit den Akten ihrer Patienten.” stellt Naumann klar und relativiert damit die teils pauschalen Aussagen einiger Veröffentlichungen der vergangenen Tage, nach denen jeder Arzt, der heute einen beliebigen der KV-Connect-Geschäftsvorfälle nutzt, automatisch auch Akten via KV-Connect befüllen kann. “Nur, wenn die zur Nutzung des KV-Connect-Kanales nötigen Aktenfunktionen ergonomisch in die Praxissoftware integriert sind, wird es eine Akzeptanz der Ärzte geben können.”

Nach Abschluss der Pilotphase mit einem der medatixx-Systeme wird die Vivy-Aktenfunktion in alle Praxissoftwarelösungen von medatixx integriert. „Die Zusammenarbeit zwischen KVen, Ärzten und Nutzern von Gesundheitsakten zeigt, dass Vernetzung schon jetzt möglich ist. Mit der Schnittstelle zu medatixx stellen wir sicher, dass Vivy-Nutzer einfach und sicher Dokumente von ihrem Arzt erhalten“, sagt Christian Rebernik, Vivy-Geschäftsführer. „Die wichtigste Währung ist dabei das Vertrauen der Nutzer. Durch das Sichere Netz der KVen und eine konsequente Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bieten wir genau diesen vertrauenswürdigen Weg an,“ ergänzt Rebernik.

Elektronische Patientenakten (ePA) sind derzeit Inhalt vieler politischer und gesellschaftlicher Diskussionen und werden künftig eine verstärkte Rolle in den Arztpraxen spielen. Repräsentative Studien belegen, dass die Mehrheit der Patienten elektronische Patientenakten nutzen würde. Eine aktuelle Studie im Auftrag der pronova BKK* spricht sogar von einem Interesse von mehr als 90 % der Bevölkerung. Vorteile der digitalen Verfügbarkeit ihrer Daten sehen Patienten insbesondere bei der Notfallversorgung, in der Zeitersparnis bei der Informationsbeschaffung und -bewertung und im besseren Informationsaustausch zwischen z. B. Ärzten und Krankenhäusern. Rund zwei Drittel der Menschen würden nach dieser Studie Impfstatus, Laborwerte, Röntgenbilder und EKG-Befunde in ihrer Patientenakte freigeben. Interessant: Die Generation 60 plus steht der Patientenakte besonders aufgeschlossen gegenüber und würde die meisten Funktionen intensiver nutzen als der Durchschnitt der Bundesbürger. Am meisten Vertrauen genießen dabei die Hausärzte: 68 % der Bürger würden mit ihnen fast alle Informationen teilen – bei der Behandlung einer akuten Krankheit sogar mehr als 80 %.

Wichtige Anforderungen an Patientenakten sehen Patienten insbesondere im Datenschutz und der Datensicherheit. Dies belegt eine weitere repräsentative Studie im Auftrag von Bitkom Research**. Insgesamt gaben hier 65 % der 1 005 Befragten an, eine elektronische Patientenakte nutzen zu wollen. Der Kommunikationsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen, KV-Connect, ermöglicht schon seit vielen Jahren den sicheren Datenaustausch zwischen medizinischen Leistungserbringern, KVen und weiteren Institutionen. Über die Schnittstelle KV-Connect Mobile können verschlüsselte Daten durch den Arzt nun auch an die Vivy-App auf dem Smartphone der Patienten versendet werden.

*Für die Studie „Digitales Gesundheitssystem“ wurde im März 2019 im Auftrag der pronova BKK eine repräsentative Online-Befragung durchgeführt. Bundesweit wurden 1 000 Personen ab 18 Jahren befragt.

**Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1 005 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 826 Internetnutzer.

 

Vivy GmbH

Versicherte bei den Krankenkassen können über die Vivy-App einfach und sicher Gesundheitsdaten speichern – dazu gehören etwa Arztbriefe, Befunde, Laborwerte, Medikationspläne, Notfalldaten und Impfinformationen. Vivy leistet damit Pionierarbeit bei der Digitalisierung des Gesundheitssystems. Ziel ist es, den Menschen ins Zentrum seiner Gesundheit zu stellen. Dies soll helfen, Mehrfachbehandlungen zu reduzieren, Medikamenten-Unverträglichkeiten besser zu erkennen und Therapien unter Berücksichtigung vorangegangener Erkrankungen zielgenauer festlegen zu können. Die elektronische Gesundheitsakte ist damit Teil eines neuen digitalen Gesundheitsökosystems, das den Patienten mit Praxen, Laboren, Krankenhäusern sowie Krankenkassen und -versicherungen verbindet. vivy.com